LAB6 ist eröffnet

04.07.2020 | LAB 6

LAB6 ist eröffnet

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Seit 2. Juli 2022 kann das LindenLAB 6 besucht werden. Zur Eröffnung am Abend des 1. Juli 2022 waren zwei der Projektpartner, Prof. Germain Loumpet und Tah Kennette Konsum sowie Gastkuratorin Dr. Sandra Ferracutti zu Besuch im Linden-Museum und berichteten über die Entstehung der Ausstellung, die Bedeutung der ausgestellten Objekte und ihre Zusammenarbeit.

Das LindenLAB 6 zeigt – erstmals in der „neueren“ Geschichte des Linden-Museums – eine Auswahl aus den 238 Objekten, die 1908 von Hermann Karl Bertram (Krummennaab, Deutschland, 1872 – Maricourt, Frankreich, 1914) an Karl Graf von Linden gesandt wurden. Bertram war Oberleutnant einer so genannten „Schutztruppe“ und nahm zwischen 1905 und 1907 an der „Südexpedition“ teil. Diese militärische Aktion zielte darauf ab, die politischen Institutionen im Südosten Kameruns zu unterwerfen, die Kontrolle über die Region zu erlangen und die Interessen der damals in der Region tätigen europäischen Handelsgesellschaften zu unterstützen.

Die drei Partner des LindenLAB 6 beschäftigen sich seit langem auf unterschiedliche Weise mit der Verbreitung von Wissen über die im kamerunischen Kulturerbe verankerten Geschichten. Auf ihrem gemeinsamen Weg vom Museumsdepot zurück in den Südosten Kameruns traten sie in Kontakt mit einer lang verschollenen historischen Sammlung wie auch miteinander. In der Präsentation geben sie Einblicke in eine lebhafte Diskussion über Politiken des kulturellen Gedächtnisses in Deutschland und Kamerun.

Die Präsentation von LAB 6 befindet sich im 1. Stock des Linden-Museums. Sie schließt sich an die Dauerausstellung Wo ist Afrika? an, kann aber auch unabhängig davon besucht werden.

Autor:
Nina Tapia

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