Interdisziplinarität bei LAB6

14.07.2022 | LAB 6

Interdisziplinarität bei LAB6

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Die Projektpartner von LAB 6 „Spuren aus dem Depot. Eine Suche nach Zukunft von Geschichte“ beschäftigten sich gemeinsam mit der Betram-Sammlung des Linden-Museums.

Prof. Germain Loumpet ist eine führende wissenschaftliche Autorität hinsichtlich des archäologischen und kulturanthropologischen Erbes Kameruns, einschließlich jener Regionen, in denen die vorliegenden Objekte entstanden sind. Er lebt in Foumban, Westkamerun, und war wissenschaftlicher Experte dieses Projekts.

Tah Kennette Konsum ist Lehrer und Aktivist in Bamenda, Nordwest-Kamerun. Er leitet das Museum Soul of Africa in Oku. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Verbreitung und „Übersetzung“ von Wissen und kulturellem Erbe an jüngere Generationen.

Stone Karim Mohamad ist Dichter und Filmemacher, der derzeit in Stuttgart lebt. Er ist Mitglied des ABRAC1 und hat maßgeblich an der Entstehung der Dauerausstellung Wo ist Afrika? mitgewirkt. Seine Sicht auf die Sammlung ist geprägt von kulturell informierter künstlerischer Forschung und Verbreitung.

Der erste Schritt des LindenLAB 6 bestand darin, den Projektpartnern des LAB alle vorhandenen Informationen zu dieser bisher weder erforschten noch veröffentlichten Sammlung zur Verfügung zu stellen. Das bedeutete, sie zu fotografieren sowie die mit ihr verbundenen Archivdokumente, Briefwechsel zwischen Bertram und von Linden sowie kommentierte Originallisten und Inventareinträge zu transkribieren und ins Französische und Englische zu übersetzen. Auf Grundlage dieses Materials befragten sie die Sammlung und das hierzu vorhandene kulturelle Gedächtnis im Südosten Kameruns. Während eines ersten Workshops in Stuttgart im Oktober 2021 tauschten sie ihr Wissen über die Sammlung mit den Museumsmitarbeiter*innen, den Mitgliedern des ABRAC1 und untereinander aus. Bei dieser Gelegenheit beschlossen sie, gemeinsam in jene Region Kameruns zu reisen, aus der die Objekte stammen.

Erlebbarkeit – Die unterschiedliche Perspektiven und Herangehensweisen der Projektpartner spiegeln sich in der Ausstellung wider und ermöglichen den Besucher*innen, sich den ausgestellten Objekten auf unterschiedlichen Wegen anzunähern. Auch der Entstehungsprozess hat Eingang in die Ausstellung gefunden, die Besucher*innen werden beispielsweise auf die Forschungsreise der Projektpartner*innen mitgenommen.

1Advisory Board for the Representation of African Collections im Linden-Museum

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