Michiel Riedijk

28.07.2020 | Konferenz

2: Museumsarchitektur

Impulsvortrag von Michiel Riedijk

Neue Museen: Auf der Suche nach einem Ausdruck

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Der zweite Themenblock der Konferenz „Das neue Museum“ nahm die Rolle der Architektur von und für Museen in den Blick. Welche Möglichkeiten bietet ein Neubau für die Museumsarbeit? In welchem Verhältnis steht er zur Stadt und ihren Bewohner*innen? Anhand von Beispielen und Ideen aus verschiedenen Praxisfeldern der Architektur eröffneten die Beitragenden Perspektiven darauf.

Michiel Riedijk studierte Architektur an der Technischen Universität in Delft. Im Jahr 1992 gründete er zusammen mit Willem Jan Neutelings das Rotterdamer Büro Neutelings Riedijk Architects. Seit 2007 ist er außerdem Professor für öffentliches Bauen an der Fakultät für Architektur und Baukunde der Technischen Universität Delft. Einige ihrer beispielhaften Arbeiten sind das Biodiversitätszentrum Naturalis in Leiden, das MAS-Museum in Antwerpen, das Institut für Ton und Bild in Hilversum und das Kulturzentrum ‚Rozet‘ in Arnheim. Derzeit arbeitet das Büro an mehreren Projekten wie dem Gare Maritime in Brüssel, dem Amsterdam Museum und den ZIL-Fabriktürmen in Moskau. Im Jahr 2017 erhielt Michiel Riedijk das RIBA International Fellowship.

Seinen Vortrag begann Riedijk mit einer kurzen Einführung in die allgemeine Bedeutung und die Gestaltung von Stadtidentitäten in der Geschichte und deren permanente Veränderung, die sie durch die Architektur erhielten. Wie soll der Inhalt von Gebäuden präsentiert werden? Wie kann Architektur ein Ausdruck für Haltungen und Ideen sein? Er argumentierte, dass Globalisierung viele Menschen verunsichere und mehr nach Identität suchen lasse. Dabei sei Identität nichts festes, sondern fluide und müsse immer wieder neu durch kollektive Erfahrungen definiert werden.


Autorin:
Henrike Hoffmann

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