Marieke van Bommel

28.07.2020 | Konferenz

2: Museumsarchitektur

Impulsvortrag von Marieke van Bommel

Das MAS | Museum aan de Stroom – eine Innenperspektive

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Der zweite Themenblock der Konferenz „Das neue Museum“ nahm die Rolle der Architektur von und für Museen in den Blick. Welche Möglichkeiten bietet ein Neubau für die Museumsarbeit? In welchem Verhältnis steht er zur Stadt und ihren Bewohner*innen? Anhand von Beispielen und Ideen aus verschiedenen Praxisfeldern der Architektur eröffneten die Beitragenden Perspektiven darauf.

Marieke van Bommel ist seit März 2015 die Direktorin des MAS I Museum aan de Stroom. Hier ist sie sowohl für den fachlichen Aufbau des Museums als auch für die operative Leitung verantwortlich.  Für den Sommer 2020 bereitet das Museum eine Ausstellung über die Herkunft der kongolesischen Kunst in der eigenen Sammlung vor. Marieke ist außerdem in einer Reihe von politischen Beratungsausschüssen aktiv. Bevor sie nach Antwerpen kam, arbeitete sie 10 Jahre lang im Maritimen Museum Rotterdam, wo sie als Geschäftsleiterin die Zusammenlegung des Schifffahrts- und Hafenmuseums beaufsichtigte. Nach ihrem Studium der Museologie an der Reinwardt-Akademie spezialisierte sie sich auf kulturelles Unternehmertum, während sie an der Universität Tilburg Politik- und Organisationsforschung studierte.

Um den Zuhörern einen Eindruck von der MAS zu vermitteln, begann sie ihre Input-Präsentation mit einem Imagefilm über das Museum. Anschliessend stellte sie die MAS in Zahlen vor. Zu Beginn der Planung galt die Idee eines Museums am heutigen Standort als undenkbar und unattraktiv. Dies bewahrheitete sich jedoch nicht. Für Marieke van Bommel war es ein voller Erfolg, dass sich das Umfeld veränderte und das Museum über die Grenzen Europas hinaus bekannt wurde. Das Gebäude vereint ikonische, touristische und wirtschaftliche Vorzüge und zieht Besucher an. Der Erfolg spiegelt sich auch in den konstanten Besucherzahlen wider. Denn viele Menschen nutzen die Dachterrasse und den Boulevard als eigenständiges Ausflugsziel. Die Aufmerksamkeit wird nicht nur durch das Gebäude erzeugt, sondern auch durch die Tatsache, dass das MAS „das Innere nach außen bringt“.

Autorin:
Henrike Hoffmann

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